Ergebnisse NRHA-Member
Login      Facebook

Die NRHA European Futurity Champions Open im Porträt: Sylvia Rzepka / Start A Revolution

Mit einer 215 wurde Sylvia Rzepka mit Start A Revolution Co-Champion in der Level 3 zusammen mit Guy Zehma und Alla A Whiz Keen. Start A Revolution, von dem Sylvia Rzepka letztes Jahr sagte, er sei eines der besten Pferde, die sie je geritten habe, ist ein Sohn von Einsteins Revolution aus der Plenty Of Rest. Der Hengst, der im Besitz von NRHA Germany Premium Sponsor Sabine Lisec und Chuck Klipfel ist, gewann mit Sylvia Rzepka letztes Jahr u.a. die Austrian Futurity Level 4 Open.


„Natürlich hätten wir noch lieber den Level 4 Open Champion Titel gehabt, aber ich  freue mich auch so, denn an dem Tag war bei Start A Revolution einfach nicht mehr drin", so Sylvia Rzepka.

Sylvia Rzepka_Start A RevolutionAuf dem Weg zum European Futurity Champion

Der Hengst hatte nach einer Muskelverletzung eine 8-wöchige Zwangspause und konnte erst 4 Wochen vor der Futurity wieder geritten werden. Im Finale merkte man dann auf den Rundowns, dass er seines normales Leistungsniveau noch nicht wieder erreicht hatte, so dass er auch nicht in gewohnter Weise in den Stops richtig brillieren konnte. "Uns hat einfach die Zeit vorher gefehlt", so Sylvia. "Aber Start A Revolution hat seine Sache großartig gemacht. Seine Zirkel und Turns waren mega gut."

Nun stehen als nächste Stationen das Italienische Derby und das European Derby für die beiden an. 

Sylvia Rzepka ist ein Phänomen in der Welt des Westernreitsports. Mit neun Jahren begann sie, die vier Pferde der Familie zu reiten. Mit zwölf ritt sie ihre ersten Turniere. Mit 16 stand sie an der Spitze des deutschen Cuttingsports und hatte bald darauf ihren eigenen Trainingsbetrieb. Seit 1999 hat sich Sylvia Rzepka dem Reiningsport verschrieben und rettete der deutschen Mannschaft die Bronzemedaille bei der FEI Weltmeisterschaft in Manerbio.

Sylvia Rzepka wurde 1976 in Starnberg geboren. Ihren ersten Reitunterricht erhielt sie bei ihrer Mutter. Im Alter von 16 Jahren ging sie ein Jahr in die USA, um im Mutterland des Westernreitsports das Reiten weiter zu vertiefen. Bald darauf eröffnete die Familie ihren eigenen Pferdebetrieb, und Sylvia begann mit dem Training und Showen von Cuttingpferden. In dieser Rinderdisziplin  machte sie eine außergewöhnliche Karriere. Sie war zunächst zweifacher European Champion Youth Cutting, behauptete sich aber rasch im Open Bereich. 1992 wurde sie mit Doc Pocodo AQHA European Champion Open in dieser Kategorie und Zweite beim Americana World Open Cutting. Ein Jahr später ritt sie das erste Pferd zum AQHA Honor Roll in Senior Cutting, wurde erneut AQHA European Champion und beendete das Jahr als Weltranglistenerste. Bis 1998 schrieb die Starnbergerin diese unglaubliche Erfolgsserie fort, bei der insgesamt fünf Europameistertitel zusammenkamen. Vielen wird sicherlich noch ihr Sieg beim American World Open Cutting 1998 in Erinnerung sein, bei dem sie Smartin Off mit Rekordscore zum Championtitel ritt.

Sylvia Rzepka_Doctor Zip NicMit Doctor Zip Nic (Foto: C. Kellner)

1998 gab Sylvia Rzepka ihre Selbständigkeit auf und wechselte als Trainerin auf die Rainbow Valley Ranch nach Ungarn. Dort lernte sie ihren späteren Mann Vern Sapergia kennen, durch den sie sich intensiv mit dem Reiningsport zu befassen begann. Auch hier folgten bald die ersten Siege: Sylvia holte mehrere NRHA Bronze Trophys und wurde 1999 mit Poco Badgerita NRHA Breeders Futurity Champion Bit Open. Bis heute ist sie die einzige Frau geblieben, die jemals die deutsche Futurity in der Open gewann.

Im Jahr 2001 machte sich Sylvia in Mitterndorf an der Fischa südlich von Wien mit einem eigenen Betrieb selbständig. Seither hat die heute 38-jährige viele Pferde zu internationalen Erfolgen geritten. 2006 startete sie mit Golden Mc Jac in Aachen bei den Weltreiterspielen für Deutschland und erzielte das beste Ergebnis der Mannschaft. Nur knapp verfehlte Deutschland die Medaillenränge. In der Einzelwertung landete Sylvia Rzepka schließlich auf Platz 8, war damit beste Deutsche und zweitbeste Europäerin im Finale.  Seit Juli 2007 hat sie mit dem American Quarter Horse Hengst Doctor Zip Nic ein neues Ass im Stall. Mit diesem in Italien gezüchteten Dunkelbraunen gewann sie mehrere CRI und jede Menge Bronze Trophys. Unvergessen bleibt der Ritt der beiden bei der Weltmeisterschaft 2008 in Manerbio. Mit einer 227,5 kamen die beiden als Beste aus dem Mannschaftswettkampf und sicherten so der deutschen Mannschaft die lang ersehnte Bronzemedaille auf einer Weltmeisterschaft. Im Einzelfinale mussten sich die beiden nach einem Patzer beim Wechsel mit Platz 5 zufrieden geben.