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Praxis: Reitbeteiligung - Vorsicht in Sachen Versicherung

Gerade im Freizeitbereich freuen sich viele Pferdehalter über eine zuverlässige Reitbeteiligung, vor allem, wenn diese neben der Arbeit auch einen Anteil an den Kosten übernimmt. Was viele nicht wissen: in Sachen Versicherung ist hier einiges zu bedenken, denn Reitbeteiligungen sind in Pferdehalter Haftpflichtversicherungen normalerweise nicht mit versichert, wie Jens Schütz betont. Die Bezirksdirektion Jens Schütz & Tanja Thies GbR ist seit vielen Jahren Versicherungspartner der NRHA Germany und bietet den Mitgliedern besonders günstige Konditionen.


"Im Gegensatz zu einem Fremdreiter ist eine Reitbeteiligung eine Person, die ein bestimmtes Pferd dauerhaft reitet", erklärt Jens Schütz. "Wenn ein Pferd mit dieser Person, z.B. beim Ausreiten, einen Schaden verursacht und der Geschädigte den Reiter bzw. die das Pferd führende Person dafür verantwortlich macht, besteht über die Pferde-Haftpflicht nicht automatisch Versicherungsschutz. Versicherungsschutz über die Pferde-Haftpflicht besteht erst einmal nur für den Pferdehalter und dessen Familienmitglieder, sofern dies nicht anders vereinbart ist."

Der Versicherungsexperte rät daher dringend dazu, darauf zu achten, dass Reitbeteiligungen explizit in der Police mit aufgenommen sind. "Wichtig ist auch, dass keine namentliche Nennung der Reitbeteiligten erforderlich ist und auch Versicherungsschutz besteht, wenn der Pferdehalter sich beispielsweise an den Futterkosten beteiligt", so Schütz. "Denn wer denkt schon daran, die Versicherung über eine Namensänderung zu informieren, wenn die ursprüngliche Reitbeteiligung durch eine neue ersetzt wird? Und wenn Sie mehr als eine Reitbeteiligung haben, dann sollten Sie dies unbedingt mit aufnehmen."

Ein weiterer Punkt ist, was passiert, wenn sich die Reitbeteiligung zum Beispiel beim Sturz von dem betreffenden Pferd verletzt und Schadenersatzansprüche an den Pferdehalter gestellt werden. Auch für diesen Fall ist es unerlässlich, als Pferdehalter Versicherungsschutz zu haben. Da Schadensansprüche von Reitbeteiligten gegenüber dem Pferdehalter seit einem Urteil vom OLG Nürnberg aus 2011 von den Gerichten oft abgelehnt werden, wird somit auch die Versicherung an den Reitbeteiligten keine Erstattung leisten. Bei entsprechendem Einschluss der Reitbeteiligten besteht allerdings auch für diese Fälle Versicherungsschutz für den Pferdehalter, im Rahmen der sogenannten Abwehrkosten für unberechtigte Schadenersatzansprüche. Jens Schütz empfiehlt daher auch den Abschluss einer Unfallversicherung. "Die gibt es bei uns natürlich auch für Profis und Sportreiter jeder Disziplin. Grundsätzlich lohnt es sich immer, im Detail nachzufragen, da sich auch in Versicherungsfragen ständig neue Aspekte ergeben."

Sie haben Fragen rund um das Thema Versicherungen und Pferde? Jens Schütz steht zur Verfügung (Tel. 0421 626 777 7 und www.ipzv-versicherungen.de).