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Medizin: Neuer Therapieansatz bei Fesselträgerursprungsentzündung bei Westernpferden

Die Fesselträgerursprungsentzündung (PSD) ist eine der häufigsten Ursachen für Lahmheiten und kann zu monatelangen Ausfällen führen. Eine neue Studie, die auf der letzten American Association of Equine Practitioners (AAEP) Convention vorgestellt wurde, zeigt, dass mit ACS (autologous conditioned serum) in einigen Fällen sehr gute Therapieerfolge erzielt werden können.


Laut den Forschern ist PSD an den Vorderbeiden in den USA die Hauptursache, dass junge Westernpferde ausfallen. Normalerweise wird eine mindestens dreimonatige Ruhepause erforderlich, so dass an eine Futurity Teilnahme nicht mehr zu denken ist. Tritt die Verletzung an den Hinterbeinen auf, ist die Prognose noch vorsichtiger zu stellen. In der Studie wurde den Patienten Blut entnommen, dessen Monozyten durch spezielle Glaskugeln stimuliert werden, um die Wachstumsfaktoren anzuregen. Anschließend wird das Serum extrahiert. Ziel ist es, die Entzündung zu reduzieren und die Heilung anzuregen, so dass die Sehne ihre normale Funktion ohne Narbenbildung wieder aufnehmen kann.

In der Studie wurden 271 Show Horses (überwiegend aus dem Westernreitsport) mit PSD an einem oder beiden Beinen über 10 Jahre hinweg begleitet. Bei 47 % der Pferde waren die Vorderbeine betroffen.Alle erhielten ACS periligamentär. 85 % der behandelten Pferde mit PSD an einer Vordergliedmaße und 78 % an einer Hintergliedmaße konnten nach 3 Monaten wieder ins Training gehen.

Fazit der Studie: durch ACS konnte die Rekonvaleszenz nach PSD beachtlich verkürzt werden, insbesondere an den Hinterbeinen. So lange nicht im Ultraschall schwere Zerreißungen zu sehen sind, profitieren selbst chronisch lahme PSD Patienten von der Behandlung.

Quelle: The Horse