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Studie: Wo sind die Grenzen des Nervenschnitts?

Wenn konventionelle Therapien bei Hufrollensyndrom nicht mehr anschlagen, kann ein Nervenschnitt die Gebrauchsfähigkeit des Pferdes wiederherstellen. Dieser ist jedoch nicht unumstritten, da auch er nicht 100 %ige Lahmfreiheit garantieren kann, und sich zudem schmerzhafte Neurome (Narbengewebe am Nerv an der Schnittstelle) bilden können. Eine neue Studie von der University of Illinois zeigt, dass die Erfolgsaussichten des Nervenschnitts sehr davon abhängen, welche Bereiche beim Hufrollensyndrom in Mitleidenschaft gezogen sind.


In der Studie wurden 50 Pferde mit Hufrollensyndrom und anschließendem Nervenschnitt beobachtet. 46 dieser Pferde waren anschließend lahmfrei, 40 erreichten ihr vorheriges Leistungsniveau. Lahmfreiheit wurde für durchschnittlich 20 Monate erreicht, bei einigen nur für 12 Monate. 18 Pferde (36 %) litten unter Komplikationen. Alter und Rasse spielten keine Rolle.

Bei der genaueren Überprüfungen stellte sich heraus, dass Pferde, deren Hufrollensyndrom auch die tiefe Beugesehne mit einschloss, wesentlich schlechtere Erfolgschancen hatten - die Lahmheit kehrte wesentlich früher zurück. Fazit: vor der Entscheidung zum Nervenschnitt sollte ein MRI gemacht werden, um Schäden an der tiefen Beugesehne auszuschließen.

Quelle: The Horse