Ergebnisse NRHA-Member
Login      Facebook

Niedersachsen: Erstmals wieder Rotz Infektion bestätigt

Wie das Landwirtschaftsministerium in Hannover gestern abend meldete, hat sich der Verdacht auf Rotz bei einem Sportpferd aus einem Betrieb in Bippen (Landkreis Osnabrück) bestätigt. Das Pferd, das in die USA gehen sollte, war im Rahmen einer routinemäßigen Untersuchung bereits Ende November 2014 aufgefallen. In Deutschland war die Infektionskrankheit seit 1956 nicht mehr nachgewiesen worden.


Das Pferd hatte keine Symptome gezeigt. Zum Nachweis der Infektion war die  diagnostische Tötung erforderlich. Die übrigen Pferde des Bestandes sind frei von Infektion.

Die bakterielle Infektionskrankheit „Rotz” (Burkholderia Mallei) ist eine anzeigepflichtige Tierseuche, tritt vornehmlich bei Einhufern (Pferde, Esel, Maultiere, Zebras) auf und wird durch Körpersekrete übertragen. Die Erkrankung kann in Form knotiger und geschwülstiger Entzündungen in der Haut (Hautrotz), der Nasenschleimhaut (Nasenrotz) und der Lunge (Lungenrotz) auftreten. Bei Pferden dominiert die chronische oder latente Verlaufsform, wodurch sich die Krankheit manchmal auch unerkannt verbreitet. Die kann auch andere Tiere sowie (sehr selten) den Menschen betreffen. In Deutschland galt die Erkrankung als ausgerottet.

Quelle: AHO