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Hufrehe - bis heute zweithäufigste Todesursache bei Pferden

(R.Billing) Im aktuellen Reiner Magazine ist ein sehr interessanter Artikel zum Thema Hufrehe zu finden. Der Artikel greift die Schicksale von drei herausragenden Reiningpferden heraus, die alle drei schließlich eingeschläfert werden mussten. Einer davon war der große Gunner. Wer an dem Thema interessiert ist und sich näher damit auseinandersetzen will, dem sei das neu aufgelegte, wirklich ausgezeichnete Buch “Diagnose Hufrehe” von Konstanze Rasch, erschienen im Müller Rüschlikon Verlag, empfohlen:


Laut dem Artikel im Reiner sind etwa 15 Prozent aller Pferde im Lauf ihres Lebens von Hufrehe betroffen. Die Erkrankung der Huflederhaut kann viele verschiedene Auslöser haben und noch immer sind die genauen Zusammenhänge nicht ganz klar. Praktisch jede Form von 'Stress' für das Pferd, kann einen Reheschub auslösen - das kann Nachgeburtsverhalten sein, eine Infektion, Überfütterung, weil das Pferd irgendwie in die Futterkammer kam, Nebenwirkungen bestimmer Medikamente, Dehydrierung, Überforderung im Training oder auch Erkrankungen wie das Metabolische Syndrom oder Cushing.

Das reich bebilderte Buch geht eingehend auf die Risikofaktoren, Erste Hilfe und Behandlungsmöglichkeiten ein. Ein toller Ratgeber für alle, die betroffen sind oder sich einfach nur informieren wollen!

Und das sind die Empfehlungen zur Vorbeugung im Reiner Magazin:

* Übergewicht bei Pferden vermeiden bzw. in den Griff bekommen
* Futterwechsel nur ganz allmählich durchführen
* Vorsicht beim Anweiden im Frühjahr
* Pferde ausreichend bewegen und trainieren, aber nicht überfordern
* Stress beim Transportieren und Showen auf das absolute Minimum reduzieren
* bei Verdacht auf Cushing oder Metabolisches Syndrom Pferde testen lassen und ggfs. Behandlung einleiten
* Stuten nach der Geburt überwachen, dass die Nachgeburt abgeht - sonst Tierarzt holen
* Stuten mit Fohlen auf Euterentzündung beobachten
* Kortison nur in absolut notwendigen Fällen verabreichen
* Wenn Sägemehl / Späne eingestreut werden, darauf achten, dass kein Walnussholz /-rinde dabei ist
* Infektionen, Koliken und Magengeschwüre umgehend vom Tierarzt behandeln lassen
* Futterräume stets gut verschlossen halten
* ein guter Schmied ist Gold wert!

Und schließlich: beim geringsten Verdacht auf Rehe, sofort de Tierarzt rufen - das ist ein NOTFALL!