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FN: IHK Hessen-Marburg spricht sich gegen Pferdesteuer aus

Warendorf (fn-press). Hessens Pferdefreunde haben einen neuen Verbündeten im Kampf gegen die Pferdesteuer gewonnen. Die Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Kassel-Marburg bezeichnete jetzt das Instrument der Pferdesteuer aufgrund der wirtschaftlichen Schäden für die betroffenen Betriebe und im Hinblick auf deren geringen Ertrag als ungeeignetes Mittel, um die schwierige Finanzsituation der Kommunen zu verbessern.


In einer Pressemitteilung der IHK Kassel-Marburg heißt es: „Statt durch die Erhebung von sogenannten Bagatellsteuern sollten die Kommunen ihrer sicherlich schwierigen Finanzsituation durch Einsparungen auf der Ausgabenseite begegnen, beispielsweise durch eine stärkere interkommunale Zusammenarbeit.“ Die Einführung einer Steuer, deren Aufkommen in einem offensichtlichen Missverhältnis zum Gesamtsteueraufkommen und zu dem erheblichen Verwaltungsaufwand steht, könne kaum einen wirksamen Schritt zur Sanierung eines defizitären Haushalts darstellen. Die ehrenamtlich in der IHK-Vollversammlung engagierten Unternehmer forderten die hessischen Kommunen Bad Sooden-Allendorf, Weißenborn und Kirchheim daher auf, die Pferdesteuer zurückzunehmen oder wie in Waldkappel, wo derzeit noch diskutiert wird, sie erst gar nicht einzuführen.

Die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) begrüßt den Beschluss der IHK außerordentlich: „In der Argumentation wird deutlich, dass es beim Thema Pferdesteuer auch um die Gefährdung von Arbeitsplätzen in den Kommunen geht“, sagte Thomas Ungruhe, Leiter der FN-Abteilung Breitensport, Vereine und Betriebe. „Bislang haben sich schon zahlreiche Vertreter aus Sport, Landwirtschaft, Industrie und auch der Bund der Steuerzahler gegen die Pferdesteuer ausgesprochen. Mit der IKH Kassel-Marburg hat nun ein weiterer gewichtiger Verband seine Ablehnung zum Ausdruck gebracht.“ Hb